Kommentar zu den Warnstreiks im öffentlichen Dienst

von Ulf

6,5%, aber mindestens 200€

Das ist es, was die Gewerkschaft ver.di für den öffentlichen Dienst in dieser Tarifrunde fordert – und nach den Reallohnsenkungen der letzten 10 Jahre ist das absolut richtig so. Da sich die Arbeitgeber der Aufgabe verschrieben haben, das Vermögen von unten nach oben umzuverteilen, sind vor allem die 200€ für sie ein Dorn im Auge. Von diesen 200€ würden nämlich all jene profitieren, die im Niedriglohnsektor arbeiten und ohnehin zu wenig haben. Genau das ist es aber auch, was die Mindesterhöhung zur wichtigsten Forderung in der Tarifrunde macht.

Im dem beschriebenen Rahmen wurde nun von der Gewerkschaft verdi zu Warnstreiks aufgerufen, weswegen am letzten Montag über 10.000 Menschen zu einer Großdemonstration nach Stuttgart kamen. 10.000 Menschen, die für jene gerechten Löhne im öffentlichen Dienst kämpfen, die sie mehr als verdient haben. 10.000 Menschen, die sich nicht einfach mit dem zufrieden geben, was ihnen der Staat von den kleinen Restkrümel des großen Kuchens übrig lassen möchte.

Doch diese 10.000 Menschen sind nicht die einzigen, die sich gegen die herrschenden Verhältnisse zur Wehr setzen. In ganz Deutschland und in anderen Ländern Europas – allen voran in Griechenland, wo das Spardiktat der EU (und damit hauptsächlich Deutschlands und Frankreichs) am bislang heftigsten ausfällt, lehnen sich die Menschen auf und treten in den Streik.

Sich auflehnen – gegen was denn?
Was bei vielen Streikenden leider noch nicht angekommen ist und im Folgeschluss dazu führt, dass sie trotz des Ärgers immer wieder die Parteien wählen, die hinter dem ganzen Mist stehen (sprich CDU, SPD, Grüne, FDP), liegt auf der Hand: Krise, Niedriglohnsektor, Hartz 4 und Rentenkürzungen sind nicht die Ursachen der Probleme, sondern auch nur die Symptome eines Gesellschaftssystems, welches sich dazu verschrieben hat, Kapital immer weiter zu vermehren.

Dieser Zwang, dem sich alle unterwerfen müssen, um in der Konkurrenz Stand zu halten, führt dazu, dass diejenigen, die im Besitz des Kapitals sind, immer mehr bekommen, während diejenigen, die nicht im Besitz des Kapitals sind, stets gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen und stets zurückstecken müssen, damit die Vermehrung des Kapitals immer weiter gehen kann. Es findet also zwangsläufig eine Umverteilung von unten nach oben statt. Diese wird vom Staat zwar so gehalten, dass hier (im globalen Norden) niemand verhungern muss, wird aber gleichzeitig in ihrem grundlegenden Mechanismus so erwünscht.

Wir sagen deshalb: Eine nachhaltige Änderung wird nur dann bei der nächsten Krise nicht wieder sofort zurückgenommen, wenn sie mit dem Ziel verknüpft ist, dieses Gesellschaftssystem zu überwinden.

Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus am 
31. März 2012

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

Die Krise hat System
Die kapitalistische Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat die Konkurrenz der Unternehmen und Standorte intensiviert. Alle führenden Industriestaaten haben ihre Märkte umfassend dereguliert. Sie haben soziale Sicherheiten gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft, im Interesse eines möglichst ungehinderten kapitalistischen Wachstums. Doch selbst in Europa, auf der Sonnenseite dieses weltweiten Systems, wird unser Leben von Jahr zu Jahr unsicherer, und die soziale Spaltung nimmt zu. Diese Entwicklung belastet alles: wie wir lernen, wie wir arbeiten, wie wir mit einander umgehen. In den sogenannten „aufstrebenden Märkten“ herrscht ohnehin eine permanente soziale Krise: Enteignung und skrupellose Ausbeutung mit staatlicher Rückendeckung, für ein nationales Wachstum das nur Privilegierten zu Gute kommt. Die neoliberale Transformation hat auch die Finanzmärkte überkochen lassen. Ob DotCom-Boom, Immobilienfonds oder Derivatehandel – seit Jahren platzen die Spekulationsblasen, auf jeden Boom folgt ein Einbruch. Schuld daran sind nicht „Gier“ und „Korruption“ einer kleinen Elite, wie viele glauben. Schuld ist die alltägliche Profitlogik, der wir alle unterworfen sind, ob wir wollen oder nicht. Doch diese Verhältnisse sind von Menschen gemacht und können daher auch von uns verändert werden.

Das EU-Regime knacken

2011 ist die europäische Schulden- und Währungskrise eskaliert. Einige Staaten stehen vor dem Bankrott, und gefährden damit den Euro. Vordergründig haben diese Staaten „über ihre Verhältnisse gelebt“, und gelten jetzt als „Schuldensünder“. Mit dem Versuch über Schulden kapitalistisches Wachstum anzustoßen, taten sie was alle tun, nur weniger erfolgreich. Ihre Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und den milliardenschweren „Rettungsfonds“ ESM ist an rücksichtslose Auflagen gebunden. Eine europäische „Schuldenbremse“ soll „die Märkte beruhigen“, natürlich zu Lasten der Lohnabhängigen und Erwerbslosen. Private Profite werden dagegen nicht angetastet. Ähnlich ergeht es den ost- und südosteuropäischen Beitrittskandidaten, die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungsprogrammen genötigt werden. All das soll das krisenträchtige Wettbewerbsregime der EU schützen, und natürlich die Ansprüche der dominanten Ökonomien Kerneuropas: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs konnten ihre Interessen fast ungehindert durchsetzen. Kein Zweifel, in vielen Ländern gab es heftigen Protest. Allerdings traten dabei die großen nationalen Gewerkschaften als Schützer ihrer Standortinteressen auf, und forderten allenfalls soziale Trostpflaster. Gleichzeitig sind jedoch überall Basisinitiativen entstanden, um die eigene politische Ohnmacht zu überwinden – hieran gilt es anzuschließen. Denn wenn sich etwas ändern soll, müssen wir selbst dafür sorgen.

Unser Leben in unsere Hände
Die europäische Krisenpolitik ist so spekulativ wie es der Kapitalismus immer war. Denn schärferes Sparen gefährdet die ökonomische Stabilität genau so wie Wachstum auf Pump. Es gibt im Kapitalismus keinen sicheren Weg, nur permanentes Krisenmanagement. Sollen wir unser Leben dafür verschwenden? Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Kapitalismus, und organisieren uns endlich europaweit. Der Europäische Aktionstag am 31. März 2012 ist dafür ein erster Schritt. Unsere Demonstrationen in Griechenland, Spanien, Deutschland anderen europäischen Staaten sind mehr als ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität. Sie sind schon jetzt Teil einer europaweiten Diskussion und Vernetzung. Wir laden alle emanzipatorischen Initiativen ein, diesen Prozess mit zu gestalten. Wir müssen uns außerhalb der staatstragenden Institutionen organisieren, und einen langen Atem haben. Obwohl die Krise in den europäischen Ländern oft sehr unterschiedlich verläuft, haben wir ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kapitalismus nicht retten, sondern überwinden. Wir widersetzen uns nationaler Interessenpolitik und nationalistischer Krisenideologie. Die Verteidigung bestehender sozialer Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus brechen. “Echte Demokratie”, wie sie in vielen Protesten gefordert wird, das geht nur ohne Kapitalismus, ohne Staat und ohne Nationalismus!

Aufruf von alerta zum 23.Februar

Seit 1994 findet jährlich am 23. Februar eine Fackelmahnwache auf dem Pforzheimer Wartberg statt. Unter Organisation des Neonazi-Vereins „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“ wird hierbei der „deutschen Opfer“ des 2. Weltkriegs gedacht, die bei dem Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 ums Leben kamen. Damit findet mit 100-200 TeilnehmerInnen die größte regelmäßige faschistische Veranstaltung Baden-Württembergs statt.

Die Charakterisierung des Angriffs auf Pforzheim als „unnötiges Kriegsverbrechen“, von der regelmäßig in der Pforzheimer Öffentlichkeit zu hören ist, lässt maßgebliche historische Fakten, wie die NSDAP-Wähler, die 1933 über 50% der Pforzheimer Stimmen ausmachten oder die Beteiligung an der deutschen Rüstungsproduktion für einen von Deutschland ausgehenden Vernichtungskrieg außer Acht. Somit handelt es sich um bewusst eingesetzte Geschichtsverfälschung, die ebenso die Grundlage der „Trauerveranstältung“ der Neonazis ist. Dem gilt es ein Ende zu bereiten! (mehr…)

Warum gegen ACTA?

Zugegebenermaßen ist der Kampf gegen ACTA nicht fortschrittlich. Es handelt sich wie so oft vielmehr um einen Verteidigungskampf gegen rückschrittliche Kräfte. Wie zum Beispiel auch der Kampf gegen Nazis führt er nicht zu einer besseren Gesellschaft, sondern soll eine schlimmere Gesellschaft verhindern.
Neben dem Mangel an Demokratie, der Intransparenz beim Erstellen des Vertrages und natürlich den neu erschaffenen Überwachungsmöglichkeiten, über die sich die meisten hier anwesenden Gruppen und Einzelpersonen völlig zu Recht aufregen, möchten wir mit diesem Flugblatt eine weitere Perspektive einbringen, die gegen ACTA spricht. (mehr…)

STOP ACTA – Demonstration am 11.02. in Stuttgart

ACTA widerspricht dem Grundgesetz und wird trotzdem totgeschwiegen. Setzen wir ein Zeichen! Informiert euch und alle Mitbürger! Wir protestieren!

ACTA ist ein internationales Abkommen, das von demokratisch nicht-legitimierten Vertretern vieler Länder im Geheimen verhandelt wurde. Einige Länder haben das Abkommen schon unterschrieben und ihm den Weg geebnet. Die letzte entscheidende Hürde ist das EU Parlament, das im Laufe diesen Frühjahrs ACTA endgültig stoppen kann. (mehr…)

PFORZHEIM NAZIFREI! – Den rechten Terror bekämpfen!

Aufruf der „Initiative gegen Rechts“ zur Demo am 23.Februar in Pforzheim

Für ein weltoffenes, l(i)ebenswertes Pforzheim –
gegen Hass, Vorurteile und Gewalt in unserer Gesellschaft

Noch immer sind wir schockiert, dass in Deutschland Mitglieder einer Nazi-Terrorzelle gezielt Menschen ermordet haben, „nur“ weil diese offensichtlich aus einem anderen Land hierher kamen, um zu leben und zu arbeiten.

Auch um Pforzheim und den Enzkreis macht die rechtsterroristische Szene keinen Bogen. Der sogenannte Freundeskreis steht in engem personellem und ideologischem Austausch mit dieser terroristischen Szene, so z.B mit der sogenannten „Freien Kameradschaft“ in Karlsruhe. Diese äußert sich auch in gewalttätigen Handlungen dieser Szene. So etwa im Oktober 2008, als gut 15 Neonazis aus dem Umfeld des „Heidnischen Sturms“ ein Konzert der Aktion „Laut gegen Nazis“ angriffen, im Mai 2009, als drei Neonazis einen dunkelhäutigen 14-jähri­gen durch die Pforzheimer Nordstadt jagten, und im Mai 2010, als ca. 50 mit Stahlknüppeln bewaffnete Personen einen Dönerimbiss in der Nordstadt angriffen und dazu aufriefen diesen zu zerstören und anzuzünden. Im Februar 2011 wurde in der Nordstadt ein türkischer Jugendlicher von einem Neonazi mit einem Messer niedergestochen. Ende November 2011 würde eine türkischstämmige Geschäftsinhaberin in der Nordstadt mit rassistischen Beleidigungen bedroht. (mehr…)

Occupy alles!

Die Welt im Umschwung?
Weltweit regt sich Protest gegen die Finanzmärkte und ihre Akteur_innen. Dies ist begrüßenswert, kann aber nur ein Anfang für weitergehende Forderungen sein. Die Menschen müssen ein Bewusstsein für die Grundproblematik erlangen. Das Problem sind nicht die Finanzmärkte, nicht die Wall Street, nicht die Börsen in Frankfurt, Stuttgart oder sonstwo. Das Problem heißt Kapitalismus und die Fragen, die gestellt werden müssen, sind: Wie überwinden wir den Kapitalismus? Wie schaffen wir eine tatsächliche Demokratie? Wie erreichen wir eine solidarische Gesellschaft ohne Ausbeutung und Krieg?

Wichtig ist es, sich nicht dem Vokabular von „regressiven Antikapitalist_innen“ hinzugeben! Es ist falsch zu denken, die gesellschaftlichen Probleme seien Einzelpersonen wie Bankmanager_innen, Politiker_innen etc. anzulasten. Immer wieder hört man kreative Wortkreationen wie z.B. Finanzmarktkapitalismus oder Raubtierkapitalismus. Für uns ist klar: Es ist der Kapitalismus als Ganzes und daran kann kein Zweifel sein.

„Echte Demokratie jetzt!“ und der Kapitalismus (mehr…)

Südblockade 2011 – Berg/Pfalz

Im November soll der angeblich letzte Castor-Transport aus La Hague nach Gorleben rollen. Wir werden mit großen, gemeinsamen Gleisbesetzungen den Castor stoppen.
Nicht erst in Gorleben, sondern schon hier im Süden!


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SDS Konstanz in Aktion: Kein Platz für Rüstungsforschung

Coole Aktion von unseren Genossinnen und Genossen aus Konstanz zur Erstsemestereinführung


Podcast zur Jahreshauptversammlung


Einsteigerprogramm für “Linksextremismus”

Ein schöner Kommentar von unseren Genossinnen und Genossen aus Ludwigsburg zum neuesten Furz, den sich der Verfassungsschutz in den Kopf gesetzt hat:

Das Einsteigerprogramm “Linksextremismus” der Linksjugend [’solid] Ludwigsburg ist ein Beitrag zur Aktivierung und Politiserung gegen Ausbeutung und Krieg und für mehr Umweltschutz und Demokratie. Damit ist es Teil des ganzheitlichen Ansatzes zur umfassenden Auseinandersetzung mit allen Erscheinungsformen des Kapitalismus. Das Programm richtet sich an Personen, die sich dazu entschieden haben, sich dem Einflussbereich sogenannter linksextremistischer Strukturen anzuschließen, den Einstieg jedoch aus eigener Kraft nicht schaffen. (mehr…)

“Es ist nicht die Krise – es ist das System!”

“Grenzenlose Solidarität statt kapitalistischem Überlebenskampf!”

15. Oktober 2011 – 16 Uhr
Karlsruhe – Werderplatz

Zugtreffpunkt Pforzheim:
Bahnhof Pforzheim: 14:00 Uhr | Gleis 4 (Abfahrt: 14:18, Ankunft 14:38)

Aufruf:

In der griechischen Bevölkerung wächst die Wut: Demonstrationen, Streiks, Besetzungen. Seit der Ankündigung der Sparmaßnahmen durch die griechische Regierung und der EU traten zum wiederholten Male tausende Menschen auf die Straße, um ihren Unmut darüber kund zu tun.
Im Gegensatz zu den Protesten 2008, die die Ermordung des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos thematisierten, ist nun die Ausweitung der Finanz- und Staatskrise deutlich zu erkennen. Der Schwerpunkt der Teilnehmer_innen an den Protesten setzt sich jetzt nicht mehr nur aus den prekarisierten und einkommensschwachen Bevölkerungsteilen Griechenlands zusammen, sondern breitet sich längst über alle gesellschaftlichen Schichten aus. Allein in Athen und Thessaloniki protestierten rund 20.000 Menschen im Zuge des 24-stündigen Generalstreiks am 11. Mai diesen Jahres gegen die geplante Erhöhung der Arbeitszeiten, welche die Sparmaßnamen der Regierung vorsehen. Drei Wochen später versammelten sich sogar 500.000 Menschen im Athener Zentrum, um sich gegen Kürzungen bei Gehalt und Rente zu wehren.
Die “Krise” wird nicht von einzelnen Staaten verschuldet, denn sie ist ein zyklisch auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus:

“Als ökonomische Krise bezeichnet man schwere Störungen der ökonomischen Reproduktion einer Gesellschaft. In einer kapitalistischen Ökonomie heißt dies, dass ein großer Teil der produzierten Warenmenge nicht mehr absetzbar ist: Nicht etwa weil kein Bedürfnis für die entsprechenden Produkte bestehen würde, sondern weil kein zahlungsfähiges Bedürfnis vorhanden ist. Das Warenkapital lässt sich nicht mehr vollständig in Geldkapital verwandeln, sodass sich das vorgeschossene Kapital immer schlechter verwertet und die Akkumulation abnimmt. Damit vermindert sich die Nachfrage der kapitalistischen Unternehmen nach den Elementen des produktiven Kapitals, also nach Produktionsmitteln und Arbeitskräften. Massenarbeitslosigkeit und ein Rückgang der Kaufkraft der Arbeitnehmer_innen sind die Folgen, was zu einem weiteren Rückgang der Nachfrage führt und die Krise verschärft.

Der Kapitalismus ist zwar nicht die einzige Produktionsweise, in der neben ungeheurem Reichtum riesige Armut existiert, er ist allerdings die einzige Produktionsweise, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt, unverkäufliche Güter zum Ruin ihrer Besitzer führen und es gleichzeitig Menschen gibt, denen es am nötigsten fehlt und denen es auch nicht gelingt, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.“ (Nach Heinrich; “Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung” , theorie.org 2005) (mehr…)

Naziaufmarsch in Offenburg abgesagt?

Laut der „Badischen Zeitung“ wurde der für den 22. oktober angekündigte Naziaufmarsch abgesagt. Die Proteste gegen Naziaufmärsche werden trotzdem statt finden und mit dem Gedenken an die Jüdinnen und Juden, die an jenem Tag vor 61 Jahren nach Gurs deportiert wurden und die die Nazis mit ihrem Aufmarsch verhöhnen wollten, gekoppelt. Außerdem kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass die Nazis an dem Tag doch noch auf die Straße wollen.

Nazi-Strukturen in Offenburg zurückdrängen – Nazi-Aufmarsch am 22. Oktober verhindern!

--- Zugtreffpunkt ist um 10 Uhr am HBF Pforzheim ---

Aufruf:
Faschistinnen und Faschisten wollen in Offenburg aufmarschieren. Wir sagen: Nazis? – No way!

Am 22.Oktober wollen FaschistInnen der „Freien Kräfte Ortenau“ und der „Kameradschaft Südsturm Baden (KSB)“ in Offenburg einen rechten Aufmarsch durchführen. Das Motto der Demonstration soll lauten: „Ohne Bauernstand stirbt unser Vaterland – Nur regional ist national“. Dieses bizarre Motto der Nazis ist – wie die FaschistInnen sogar selbst zugeben – ein reiner Vorwand, um die badische Judendeportation abzufeiern. So wundert es auch nicht, dass der Nazi-Aufruf inhaltlich sehr seltsam zusammengesetzt ist und er neben platten nationalistischen und pseudo-globalisierungskritischen Phrasen kaum (mehr) Substanz enthält.

Das Antifaschistische Bündnis Ortenau, das aus verschiedenen Gruppierungen und Einzelpersonen aus der Rheinschiene besteht, hat sich zur Aufgabe gemacht, den Nazi-Aufmarsch am 22. Oktober in Offenburg zu verhindern und nachhaltig eine antifaschistische Kultur in Offenburg und der Region zu fördern. Wir möchten in diesem Aufruf darlegen, weshalb es eine Notwendigkeit gibt, sich den Nazis in der Ortenau immer und besonders am 22. Oktober 2011 entgegenzustellen. (mehr…)

2 jährige Jubiläumsfeier

Liebe Menschen,

Seit nunmehr zwei Jahren streiten wir, die Linksjugend [’solid], auch in Pforzheim für ein selbstbestimmtes Leben, für ein Leben in Frieden oder kurz: für den Kommunismus Anarchismus Dadaismus Sozialismus.
Das ist ein Grund zum Feiern!

Daher laden wir euch ein, am Samstag, den 24. September, im Cafe Havana in der Maximilianstr. 96 ab 17:00 Uhr einen angenehmen Abend mit uns zu verbringen.

Es wird leckeres, fleischiges koscheres makrobiotisches veganes Essen, interessante Vorträge und ein unterhaltsames Kulturprogramm geben.
Wir freuen uns auf euer Kommen!

Mit sozialistischem Gruß,

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